
Spiro-Ergometrie – Belastungstest für Ausdauersportler
Die Fähigkeit, über eine längere Strecke eine körperlich anstrengende Bewegung durchzuhalten hängt von der Leistung ab, die der Körper regelmäßig bringen muß. Das eine Extrem dieser Aussage ist die Tatsache, dass man nach langer, schwerer Krankheit manchmal nicht mehr in der Lage ist, überhaupt aufzustehen. Die Muskeln haben sich soweit zurück gebildet, dass sie den Körper nicht mehr tragen können. Das andere Extrem ist die enorme Leistungsfähigkeit mancher Ausdauersportler.
Der Weg vom „ganz normalen Alltagszustand“ hin zur Fähigkeit, einen Marathonlauf, ein Radrennen, oder einen Wettkampf im Triathlon durchzuhalten führt über ein sehr konsequentes Ausdauertraining. Die Arbeitskraft der Muskulatur wird nur dann verbessert, wenn der Körper intensiv gefordert, aber nicht überfordert wird. Ist das Training zu „sanft“, sieht der Körper keine Notwendigkeit, die Leistungsfähigkeit der Muskeln auszubauen. Ist das Training „zu intensiv“, sind die Muskeln ständig überfordert, können deshalb ihre Ausdauerkraft nicht verbessern.
Die Sportwissenschaft hat längst technische Methoden entwickelt, die sich nicht mehr nur orientieren am „Alter – X“, oder am „Feeling“ eines Trainers. Die professionelle Trainingsplanung stützt sich auf moderne Leistungstests. Trainer können mit Hilfe solcher Leistungstests das Training wesentlich effektiver gestalten.
Für das Training bedeutsam ist die „anaerobe Schwelle“, bei welcher der Bereich der Ausdauerleistung verlassen wird. Bei höherer Belastung bringen die Muskeln ihre Maximalleistung, die sie nur für kurze Zeit durchhalten (anaerobe Belastung). Dabei wird vermehrt Laktat gebildet, welches die Muskeln lähmt. Die Läufer sagen „die Beine gehen zu“. Die Sportler orientieren sich beim Training an der Pulsfrequenz, die der anaeroben Schwelle entspricht (z.B. Polar-Uhr)
Etabliert hat sich im allgemeinen Sport die Bestimmung des Laktat. Die Untersuchung ist relativ billig. Sie ist in einigen Fällen ausreichend. Sie hat allerdings den Nachteil, dass nur bei 2-3 Belastungsstufen jeweils Laktat gemessen wird. Die Pulsfrequenz an der anaeroben Schwelle selbst wird bei dieser Methode „nur“ errechnet. Zudem hat die Methode den Nachteil, dass insbesondere bei Messung auf dem Laufband die Belastung zur Blutabnahme unterbrochen werden muß, so dass bei der nächsten Belastungsstufe Ungenauigkeiten entstehen durch die Ausgleich-Vorgänge nach Unterbrechung der Belastung.
Wen wundert es, dass im Profisport daraufhin selbstverständlich in erster Linie die Spiro-Ergometrie angewendet wird. Bei dieser Messung wird die anaerobe Schwelle bestimmt aus der Messungen der Sauerstoffaufnahme und CO2-Abgabe in der Atmungsluft. Diese Untersuchung kommt ohne Blutabnahme aus. Den kleinen Nachteil, dass während der Belastung eine Maske getragen werden muß, vergessen die Sportler bei zunehmender Belastung immer. Mit Hilfe dieser Maske messen wir bei laufender Untersuchung und ohne Unterbrechung der Belastung Sauerstoffaufnahme und CO2-Abgabe. Wir können daraufhin den Belastungsbereich der anaeroben Schwelle, angegeben als Pulsfrequenz, am Bildschirm direkt ablesen. Vernünftigerweise wird die Messung für Läufer auf dem Laufband, für Radfahrer auf einem elektronischen Spinningbike durchgeführt.
Wir beide haben uns seit etlichen Jahren mit dieser Untersuchungstechnik beschäftigt. Wir kommen beide aus einer lungenärztlichen Arztpraxis. Ausgehend von unseren speziellen Kenntnissen der Atmung haben wir uns intensiv mit der Leistungsdiagnostik bei Sportlern beschäftigt. Wir sind stolz darauf, dass uns auch vom Olympiastützpunkt bestätigt wurde, dass unsere Messungen den dortigen Ergebnissen entsprechen. Wir haben viel Freude dabei, die trainierenden Ausdauersportler durch unseren Leistungstest beim Training zu unterstützen.

Ansprechpartner
Dr. Uwe Gordt und Ilona Bontenakel
Anmeldung unter
0172-6230677 oder uwe@gordt.net
